05.09.2024

Quedlinburg: Das Fachwerkwunder Sachsen-Anhalts

Schönes Wetter Anfang September macht Lust auf eine neue Reise. Der 1. September fiel auf einen Sonntag. Daher legten wir in kürzester Zeit 100 Kilometer deutsche Autobahnen zurück, auf denen praktisch keine LKWs unterwegs waren. Und hier ist Quedlinburg – die Perle Sachsen-Anhalts auf der UNESCO-Welterbeliste (siehe meinen vorherigen Artikel über UNESCO-Welterbestätten in Sachsen-Anhalt)!

Ein wichtiger Bestandteil eines Roadtrips sind gute Parkmöglichkeiten. Ein echter Geheimtipp sind Kaufland-, Lidl- oder Netto-Supermärkte in der Nähe des Stadtzentrums. Sonntags kann man sein Auto dort fast immer 3–4 Stunden kostenlos abstellen. In Quedlinburg ist der nächste Supermarkt 900 m vom Zentrum entfernt. Ich habe den Parkplatz sorgfältig ausgewählt, damit er in der Nähe des Marktplatzes liegt und die Dienstleistungen günstig sind. Deshalb war der Parkplatz Altstadt Mitte mit einem Preis von 1 € pro Stunde der beste – er liegt nur 500 m vom Marktplatz entfernt. Und die Möglichkeit, mit Karte zu bezahlen, war ein Bonus – eine Seltenheit in Mitteldeutschland.

Wenn man tief in die Stadt eintaucht, fühlt man sich, als würde man in die ferne Vergangenheit reisen, drei oder vier Jahrhunderte zurück. Man hat keine Zeit, die Fachwerkhäuser zu bewundern, denn jedes Gebäude ist ein architektonisches Kunstwerk. In den fast zwei Stunden, die wir im Zentrum von Quedlinburg verbrachten, konnten wir das wunderschöne Fachwerkmuseum in einem Gebäude aus dem 14. Jahrhundert besuchen, über den Marktplatz und die umliegenden Straßen schlendern, Würstchen essen und den Marathon der Stadt verfolgen. Ein weiterer Tipp: Die kostenlose Toilette befindet sich in der Blasiistraße zwischen der Kulturkirche St. Blasii und dem Schuhhaus Naumann.

Wir mussten noch das Quedlinburger Schloss und den Münzenberg in der Nähe des Schlosses besichtigen. Das Parken in der Nähe von Hotels kostet hier 3 € pro Stunde, also bin ich das Risiko eingegangen und habe auf einem kostenlosen Parkplatz in der Nähe von Wohnhäusern geparkt. Normalerweise ist das sonntags möglich, wenn man 30–45 Minuten braucht. Der Burgberg bietet einen herrlichen Blick auf das Zentrum Quedlinburgs. Und der Münzenberg erinnert mich ein wenig an Kiews Podil, ist aber meiner Meinung nach, obwohl viel kleiner, malerischer und authentischer. Generell ist Quedlinburg ein Muss, wenn Sie sich für die Geschichte und Architektur Deutschlands interessieren oder einfach nur coole Instagram-Spots besuchen möchten.

(c) Oleksandr Fainin

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