Die Aufnahme eines bestimmten touristischen Objekts, einer Stadt oder eines Teils davon in die UNESCO-Welterbeliste ermutigt immer mehr Touristen, dieses Objekt zu besuchen. Dies trägt zu höheren Einnahmen für die lokalen Haushalte und damit zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Stadt oder Region bei. Dank der UNESCO-Liste wird auch die Investitionsattraktivität der Stadt deutlich gesteigert.
Deutschland ist reich an Geschichte und kulturellen Sehenswürdigkeiten. Viele deutsche Denkmäler von hoher historischer, kultureller und architektonischer Bedeutung stehen auf der UNESCO-Liste. In diesem Artikel stellen wir sieben Weltwunder des Bundeslandes Sachsen-Anhalt auf der UNESCO-Liste vor, die jeder Tourist unbedingt besuchen sollte.
1. Quedlinburg

In der Perle Sachsen-Anhalts, der Stadt Quedlinburg, wurde dem ersten deutschen König aus dem sächsischen Geschlecht – Heinrich dem Vogler – die Krone überreicht. Neben der Kirche auf dem Schlossberg stehen auch Fachwerkhäuser auf der UNESCO-Liste. Die Altstadt Quedlinburgs umfasst rund 1.300 alte Fachwerkhäuser und ist damit eines der größten Territorialdenkmäler Deutschlands. Architektonische und historische Sehenswürdigkeiten sowie die gemütliche Atmosphäre mittelalterlicher Straßen mit zahlreichen Cafés, Geschäften und Läden ziehen jährlich bis zu 350.000 Touristen an.
2. Naumburger Dom

Naumburg ist eine alte Stadt mit 1000-jähriger Geschichte und dem beeindruckenden alten Dom St. Peter und Paul, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Sie liegt im äußersten Süden Sachsen-Anhalts, 60 km von Halle (Saale) entfernt. Bei einem Besuch des Doms erfreuen die Werke des „Meisters von Naumburg“ die Besucher am meisten – ein unbekannter Architekt und Bildhauer, der wahre Meisterwerke schuf. Die Ausdruckskraft der Steinreliefs der Passion und der zwölf Figuren der Stifter sucht weltweit ihresgleichen. „Die schönste Frau des Mittelalters“, Markgräfin Jütta, verzaubert jedes Jahr Tausende von Besuchern. Der Dom beherbergt auch andere Kunstschätze berühmter Meister. Hier finden Sie Glasfenster von Neo Rauch und einen von Lucas Cranach bemalten Altar.
3. Luthergedenkstätten

Martin Luther wurde 1483 in Eisleben geboren. 1505 trat er in das Augustinerkloster in Erfurt ein. Luther war ein gläubiger Christ und erfahrener Theologe. Allmählich begann er an den Lehren der Kirche zu zweifeln. Wie kann man Seelenheil mit Geld kaufen? Warum ist das Wort des Papstes wichtiger als die Bibel? 1517 veröffentlichte Luther, bereits Professor der Theologie, 95 Thesen, in denen er die katholische Kirche kritisierte. Wir laden Sie ein zu einem Ausflug nach Eisleben und Wittenberg, wo Martin Luther geboren wurde, seine 95 Thesen veröffentlichte und begraben wurde.
4. Die Himmelsscheibe von Nebra

Die Himmelsscheibe von Nebra ist der Name dieser 30 cm im Durchmesser großen Bronzescheibe, die mit einer aquamarinblauen Patina überzogen und mit Goldeinlagen mit symbolischen Abbildungen von Sonne, Mond und 32 Sternen, darunter dem Plejadensternhaufen, versehen ist. Sie gilt als die älteste Sternenkarte der Welt und als archäologische Sensation des 21. Jahrhunderts. Zwanzig Jahre sind vergangen, seit das unschätzbar wertvolle und geheimnisvolle Artefakt aus dem 17. Jahrhundert v. Chr. im Februar 2002 deutschen Wissenschaftlern übergeben und erforscht wurde.
Die Himmelsscheibe von Nebra ist Eigentum des Landes Sachsen-Anhalt und das zentrale Exponat des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle und zieht Besucher wie ein Magnet an. 2013 wurde die älteste Sternenkarte der Welt, deren Untersuchung ihre Zuordnung zur Aunjetitzer Kultur ermöglichte, in das UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen, ein Programm zum Schutz und zur Erhaltung des Weltdokumentenerbes und von Relikten von besonderem kulturellen Wert.
5. Das Gartenkönigreich

Leopold III. Friedrich Franz, Fürst und Herzog von Anhalt-Dessau (1740–1817), wollte „das Schöne mit dem Nützlichen verbinden“. Er initiierte ein in Deutschland einzigartiges Programm zur Entwicklung und Verschönerung des Landes. Das Dessau-Wörlitzer Parkreich ist einer der ersten und größten englischen Parks in Deutschland und Kontinentaleuropa. Zwischen Dessau und Wörlitz entstanden zahlreiche Parks, Gärten und Schlösser, die durch eine von Auen und Wäldern geprägte Kulturlandschaft verbunden sind. Im Jahr 2000 wurde dieses Meisterwerk der Landschaftsgärtnerei in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Die Touristenattraktion liegt 70 km nordöstlich von Halle (Saale).
6. Bauhaus
Ein Meilenstein der Jugendstilarchitektur ist das 1926 eröffnete Bauhaus-Schulgebäude in Dessau. Heute ist das Bauhaus Dessau – Design Center wieder ein lebendiger Ort für experimentelles Gestalten, Forschung und Lehre. 1925/26 entstanden in Dessau die Meisterhäuser. Vom Kornhaus, dem Historischen Arbeitsamt, bis zum Wohnviertel Törten mit Konsumgebäude, Laubenganghäusern und Stahlhaus – überall sind Spuren des Bauhauses sichtbar. Seit 1996 gehören das Bauhausgebäude und die sieben Meisterhäuser in Dessau neben dem Bauhausgebäude in Weimar zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Laubenganghäuser, erbaut unter der Leitung des zweiten Bauhausdirektors Hannes Meyer, wurden 2017 in die Liste des Dessauer Weltkulturerbes aufgenommen.
7. Global Geopark Harz

Der UNESCO Global Geopark Harz umfasst den gesamten Harz, sein unmittelbar angrenzendes Vorland sowie das weiter nördlich gelegene „Braunschweiger Land“. Dort findet sich eine besondere geologische Struktur mit Salzstöcken sowie Eisenerz- und Braunkohlevorkommen. Der Harz und sein Vorland bieten Sedimente, Gesteine vulkanischen Ursprungs und Karstlandschaften. Von besonderer Bedeutung ist die über 1.000 Jahre zurückreichende Bergbau- und Forschungsgeschichte. Ein Gebiet am Nordrand des Harzes ist international als „Klassische Quadratmeile der Geologie“ bekannt und seine Hebungszone gibt Einblicke in die Sedimentablagerung des gewaltigen Zeitraums von vor 65 bis 250 Millionen Jahren.














